Die Umsetzung


Das Ökodorf wird auf einer Fläche von 30 bis 50 ha Lebensraum für 150 bis 300 Menschen bieten. Diese Größenordnungen erfordern eine langfristige Planung. Die Zeitangaben (siehe Grafik) entsprechen den Erfahrungswerten anderer Ökodörfer und sind als Anhaltspunkte zu verstehen. Ziel unseres Projektes ist es, ein Höchstmaß an Transparenz und Akzeptanz zu erreichen. Daher gilt es deutlich zu machen, welche Vorteile das Ökodorf für die Region und die darin lebenden Menschen bringt.

Schritte zur Verwirklichung

1. Keimzeit

Das Kernteam (4 bis 12 entschlossene Personen) formiert sich, gründet einen Verein und macht erste Schritte an die Öffentlichkeit. Das Kernteam wählt ein passendes Objekt für ein Projektzentrum aus und bezieht es. Das Projektzentrum ermöglicht es, erste Wurzeln in der ausgewählten Region zu schlagen und aus der Nähe das passende Grundstück für das Ökodorf zu suchen. Es erlaubt den Aufbau einer wirtschaftlichen Basis sowie Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit in der Region und dient als Veranstaltungs-, Versammlungs- und Kommunikationszentrum. Mehr zum aktuellen Stand können Sie hier nachlesen. Wenn Sie die Möglichkeit interessiert, intensiv an der Umsetzung des ersten Ökodorfes in Österreich mitzuwirken, finden sie hier mehr Informationen über den Weg ins Kernteam bzw. (weniger intensiv) über eine Mitarbeit im Team.

2. Wurzelbildung

Nun präsentiert sich das Projekt der breiteren Öffentlichkeit und intensiviert den Kontakt zu lokalen Behörden. Darüber hinaus wird das Projekt von Kooperationspartnern (z.B. gemeinnützigen Vereinen), einem wissenschaftlichen Beirat und einem Ehrenschutz unterstützt. Das Kernteam startet die Suche nach dem endgültigen Ökodorf-Grundstück.

3. Erste Triebe

Diese Phase beginnt mit der Inbesitznahme des Ökodorf-Grundstückes und dem Werben um BewohnerInnen. Gleichzeitig wird eine Permakultur-Planung für das Gelände gestartet. Es werden temporäre Wohnmöglichkeiten für die Menschen vor Ort geschaffen.

4. Blattstadium

Nach etwa einem Jahr wird die Permakultur-Planung vorläufig abgeschlossen und mit dem Bau des Gemeinschaftszentrums begonnen.

5.-7. Blüte bis Aussaat

Das Einfindungszentrum und die ersten Nachbarschaften werden aufgebaut. Sobald die ersten SiedlerInnen in die Ökodorf-Gemeinschaft aufgenommen wurden, löst sich das Kernteam auf und integriert sich in die neuen Strukturen. In weiterer Folge wird das Ökodorf vollständig besiedelt. Zuletzt wird das Öffentliche Zentrum errichtet - als Schnittstelle mit dem Ökodorf-Umfeld. Neue Ökodorf-Projekte können mit dem Wissen und den Erfahrungen der Ökodorf-AkteurInnen unterstützt werden.

Die Region

Aufgrund der klimatischen und soziogeographischen Gegebenheiten haben wir die Region Südburgenland/ Oststeiermark als den optimalen Standort für das Ökodorf ausgewählt. Unsere Zielbezirke sind Güssing, Jennersdorf, Fürstenfeld und Feldbach. Ausschlaggebend für diese Entscheidung ist Folgendes:

1. Die bestehende Strukturschwäche gibt uns die Möglichkeit, der Region einen wichtigen Impuls zu geben. Aufgrund der wirtschaftlichen sowie der vielen anderen Vorteile, die durch das Ökodorf entstehen, werden wir von EntscheidungsträgerInnen, Wirtschaftstreibenden und MeinungsführerInnen bei unserem Vorhaben unterstützt.

2. Die hohe Dichte an alternativ denkenden Menschen in dieser Region erlaubt es, an bestehende Netzwerke anzuknüpfen und neue aufzubauen (Tauschkreise, Bio-Vermarktungs-kooperationen, alternative pädagogische Einrichtungen etc.).

3. Das milde Klima ermöglicht die Ernte einer großen Vielfalt nutzbringender Pflanzen. Dies ist die Grundlage für einen hohen Grad an Nah- und Selbstversorgung.

Kooperation mit der Region

Oberstes Gebot in einem derart großen und für Österreich bislang einzigartigen Projekt sind Kooperationen auf allen Ebenen. Während des Prozessablaufes werden alle Betroffenen (lokale Bevölkerung, Politiker etc.) eingeladen mitzugestalten, um ein Höchstmaß an Transparenz und Akzeptanz zu erreichen. Die Umsetzung des Projektes bietet der Region viele neue Möglichkeiten und Vorteile. Der ortsansässigen Bevölkerung dies zu vermitteln, wird ein wichtiger Bestandteil der Umsetzung des Projektes sein.