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FAQ - Frequently Asked Questions

Wofür steht FAQ?
Was ist ein Ökodorf?
Ist das Projektzentrum Teil der Ökodorf-Fläche?
Warum heißt es „das erste Ökodorf Österreichs“ – gibt es nicht schon welche?
Woher kommt das Geld für KEIMBLATT ÖKODORF?
Ist das Ökodorf eine große Kommune?
Ist das Ökodorf-Projekt eine Sekte?
Wann kann ich ins Ökodorf einziehen?
Wo befindet sich das Ökodorf genau?
Befürwortet KEIMBLATT ÖKODORF Gentechnik?
Wie kann ich das Projekt kennen lernen?
Wie kann ich das Projekt unterstützen?
Ist KEIMBLATT ÖKODORF ein vegetarisches oder veganes Projekt?
Kann man sich bereits für einen "Platz" im Ökodorf anmelden?
Wieviel Geld muss ich selbst aufbringen können, um (ab etwa 2010) ebenfalls im Ökodorf leben zu können?



Wofür steht FAQ?

FAQ steht für Frequently Asked Questions – also häufig gestellte Fragen. FAQs und ihre Antworten helfen InteressentInnen Thematiken besser zu verstehen.

Was ist ein Ökodorf?

Ökodörfer sind städtische oder ländliche Gemeinschaften von Menschen, die ein geeignetes Umfeld für einen umweltschonenden Lebensstil schaffen. Um dies zu erreichen, werden verschiedene Aspekte der ökologisch orientierten Lebensgestaltung integriert: Mobilitätsplanung, Siedlungsstruktur, Permakultur, Kreislaufwirtschaft, Bildung, soziale Absicherung, Energiestandards im Wohnbereich (Passivhäuser), erneuerbare Energie, Synergieeffekte von gemeinschaftlichem Handeln usw.

Ökodörfer wollen Modelle sein, wie nachhaltiges Leben aussehen kann, und sie wollen zur Nachahmung anregen. Sie wollen eine soziale, ökologische und spirituelle Umgebung schaffen, in der die notwendigen Grundsätze eines zukunftsfähigen Lebensstiles erfüllt und auch für Gäste erlebbar werden.

Die Menschen in einem Ökodorf fühlen sich verantwortlich für ihre Lebensweise und für die Welt und die Menschen um sich herum. Entscheidungen werden gemeinsam und transparent getroffen.

Mehr zu den Grundsätzen von Ökodörfern findet sich beim "Global Ecovillage Network, GEN" http://gen.ecovillage.org/

Ist das Projektzentrum Teil der Ökodorf-Fläche?

Nein. Das Projektzentrum befindet sich nur in der Region, wo das Ökodorf beheimatet sein soll. Das Projektzentrum ermöglicht es, erste Wurzeln in der ausgewählten Region zu schlagen und aus der Nähe das geeignete Grundstück für das Ökodorf zu suchen. Es erlaubt den Aufbau einer wirtschaftlichen Basis sowie Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit in der Region und dient als Veranstaltungs-, Versammlungs- und Kommunikationszentrum.

Warum heißt es „das erste Ökodorf Österreichs“ – gibt es nicht schon welche?

In Österreich gibt es dzt. Ökosiedlungen, aber keine Ökodörfer. Ökosiedlungen sind Wohngemeinschaften, die ökologisches Bauen und Wohnen umsetzen. Ökodörfer streben darüber hinaus auch an, dass vorwiegend innerhalb des Dorfes gewirtschaftet wird. Darüber hinaus haben die Aspekte Nachbarschaftshilfe und Gemeinschaft in Ökodörfern einen weit höheren Stellenwert als in Ökosiedlungen.

Woher kommt das Geld für KEIMBLATT ÖKODORF?

In der derzeitigen Projektphase (siehe hier ) finanziert sich der gemeinnützige Verein KEIMBLATT ÖKODORF über Einnahmen aus dem Verkauf von Produkten und Dienstleistungen, Mitgliedschaften, InvestorInnen und Förderungen.

Ist das Ökodorf eine große Kommune?

Der lateinische Wortursprung (communis = gemeinsam, communio = Gemeinschaft) verweist auf die Gemeinsamkeit von Lebenszusammenhängen und Interessen – dies trifft innerhalb des Projektes KEIMBLATT ÖKODORF zu. Das Kommunen-Bild der 1970er und 1980er Jahre als vorwiegend politisch motivierte Lebensform streben wir nicht an. Ein wesentlicher Unterschied zu den früheren Kommunen ist die Struktur des Ökodorfes, die auch Raum für Kleinfamilien (innerhalb von Nachbarschaften) ermöglicht. Darüber hinaus verfolgen Ökodörfer im Allgemeinen einen ganzheitlicheren Ansatz: ökologisch, sozial, kulturell, ökonomisch und spirituell.

Ist das Ökodorf-Projekt eine Sekte?

Sekten sind religiöse Gruppierungen, die unter anderem folgende Merkmale in unterschiedlichen Ausprägungen vorweisen: Guru, totalitärer Gruppenzwang, Milieukontrolle, Weltuntergangsszenarien, Intransparenz, Fanatismus, geschlossene Gemeinschaft, strikte Gefolgschaft, Dogmen. All das findet keinen Platz in unserem Ökodorf.

Wann kann ich ins Ökodorf einziehen?

Das Ökodorf wird auf einer Fläche von 30 bis 50 ha Lebensraum für 150 bis 300 Menschen bieten. Diese Größenordnungen erfordern eine langfristige Planung. Wenn du zu den Pionieren zählst, wirst du etwa 2010 ins Ökodorf ziehen können.

Wo befindet sich das Ökodorf genau?

Derzeit befindet es sich vor allem in den Köpfen der ProjektakteurInnen, die vom Projektzentrum aus erste Wurzeln in der ausgewählten Region schlagen und aus der Nähe das geeignete Grundstück für das Ökodorf suchen. Unsere Zielbezirke für diese Suche sind: Güssing, Jennersdorf, Fürstenfeld und Feldbach.

Befürwortet KEIMBLATT ÖKODORF Gentechnik?

Nein. Wir sind aber Mitglied des Global Ecovillage Network (GEN).

Wie kann ich das Projekt kennen lernen?

Siehe Kontakt.

Wie kann ich das Projekt unterstützen?

Siehe Das Projekt unterstützen.

Ist KEIMBLATT ÖKODORF ein vegetarisches oder veganes Projekt?

Nein. Die Menschen im Kernteam haben verschiedene Ernährungsformen und sind nicht alle VegetarierInnen.

Kann man sich bereits für einen "Platz" im Ökodorf anmelden?

Ja, wir nehmen Sie gerne in unsere Datenbank als "mögliche SiedlerIn" auf. Dadurch können wir Sie gezielt kontaktieren, sobald es "ernst wird". Eine verbindliche Anmeldung (Beteiligung) wird bei Gründung der SiedlerInnengenossenschaft möglich sein, die voraussichtlich Mitte 2008 stattfinden wird.

Wieviel Geld muss ich selbst aufbringen können, um (ab etwa 2010) ebenfalls im Ökodorf leben zu können?

Das können wir jetzt leider noch nicht im Detail beantworten. Je mehr Unterstützung wir in den nächsten Jahren bekommen, desto kostengünstiger wird es für künftige SiedlerInnen werden.
Ein Anhaltspunkt: Im Ökodorf Sieben Linden in Deutschland kostet der "Genossenschaftsbeitrag" einmalig etwa 10.000,- € (nach einer Probezeit) - davon sind 1000,- € eine "Eintrittsgebühr". Den Rest kann man sich wieder ausbezahlen lassen, wenn man das Ökodorf verlässt. Monatlich bezahlst du im Ökodorf Sieben Linden etwa 100,- € für Strom, Wasser und Verwaltungsgebühr. Den Bau der Wohnstätten müssen die SiedlerInnen selbst finanzieren. Das wäre ein Modell, wie es bei KEIMBLATT ÖKODORF auch zur Anwendung kommen könnte.